Plasma - die Kraft der Gesundheit

Schauen, um zu sehen 30.07.2017

Die neueste Fotoausstellung im Zentrum sanaplasma in Ostrava zeigt Kinder, die am Williams-Beuren-Syndrom leiden, in einem neuen Licht.

Es sind zwölf grosse Fotografien, die seit dem 10. Juli im Zentrum sanaplasma in Ostrava an den Wänden hängen. Kurze Beschreibungen von gesundheitlichen Auswirkungen der Krankheit ergänzen sie. «Auf diese Art und Weise möchten wir unsere Besucherinnen und Besucher darauf aufmerksam machen, mit welchen Problemen die Betroffenen von Williams-Beuren-Syndrom sowie ihre Familien täglich konfrontiert sind», erklärt Erna Pukovcova von sanaplasma. «Schliesslich handelt es sich um eine sehr seltene Krankheit, die in der Gesellschaft überhaupt nicht bekannt ist».
Etwa eins von 20 000 Kindern wird mit der seltenen genetischen Störung Williams-Beuren-Syndrom geboren. Herz-Kreislauf-Probleme, mentale Retardierung, aber auch metabolische Störungen gehören zum typischen Krankheitsbild. Dennoch: «Da die Ärzte sehr selten einen Patienten mit dem Williams-Syndrom sehen, fehlen in Tschechien Behandlungsstandards, die sicherstellen würden, dass die Patienten auf die bestmögliche Art und Weise behandelt werden. Deswegen unterstützen wir den Verein Willik, welcher die betroffenen Familien mit Rat und Wissen zur Seite steht», führt Erna Pukovcova weiter aus.
sanafriends foundation unterstützt bereits seit 2014 den Verein Willik in seinen diversen Bemühungen, den betroffenen Familien zu helfen. Dazu gehören regelmässige Rehabilitationsveranstaltungen, Weiterbildungen, aber auch Treffen zur Erfahrungsaustausch. Die Stiftung finanziert insbesondere die Teilnahme von ärmeren Familien an diesen Veranstaltungen, die aus ganz Tschechien anreisen.
Die Fotoausstellung, realisiert von Dagmar Petraskova, ist ein weiteres Mittel, die Betroffenen und ihre Familien zu unterstützen – und ihnen ein Gesicht und eine Stimme zu verleihen. Die Fotos sind im Zentrum sanaplasma in Ostrava von Juli bis September zu sehen.